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19 Oktober 2022

Solarenergie: So bleibt Strom auch in Zukunft bezahlbar

Hohe Strompreise halten sowohl Unternehmen als auch private Verbraucher in Atem, insbesondere nachdem Russland den Krieg in der Ukraine begonnen hat. Angesichts der anhaltenden Strompreiserhöhungen denken viele Unternehmen fieberhaft über Lösungen zur Strombeschaffung nach. Das Kostenrisiko ist konkret zu spüren.

Ein weiterer, bedeutender Risikofaktor liegt in der Abhängigkeit von fossilen Energiequellen. Der Krieg in der Ukraine hat zu einer Gefährdung der Energieverfügbarkeit in Europa geführt. Daher ist Europa bemüht, sich von diesen fossilen Energiequellen zu lösen und die Energieautarkie zu fördern. Wie können Sie sich vor diesen Risiken schützen?

Die Strompreise sind drastisch gestiegen und eine Änderung ist nicht in Sicht
Die Strompreise in Europa sind überdurchschnittlich gestiegen. Nach Einschätzung der Branche können die Preise im Extremfall mehrere Jahre auf diesem hohen niveau bleiben.

Zusätzlich zum Krieg in der Ukraine spüren wir die Abhängigkeit von russischem Gas zum Betrieb von Elektrizitätswerken, die Schäden an den Nord-Stream-Pipelines, die Probleme mit französischen Atomkraftwerken und vor allem die Unsicherheit des Energiemarktes in der Zukunft. Unternehmen müssen sich verstärkt Gedanken darüber machen, wie sie die negativen Auswirkungen des Strompreises auf ihr Business begrenzen können.

Kaj Kangasmäki, einer der Gründer von Solnet, bietet eine einfache und effektive Methode an, die für viele Unternehmen möglich ist: "Leider gibt es keine geeigneten Maßnahmen, um den Strompreis insgesamt zu stabilisieren, aber mit Hilfe von Solarenergie kann ein Unternehmen in der Regel bis zu 45 % seines Stromverbrauchs sicherstellen. Der Preis für Solarstrom liegt derzeit - und laut Prognosen auch zukünftig - unter dem Netzpreis. Und das Beste ist, dass Solarstrom nicht nur eine erschwingliche, sondern dank seiner Sauberkeit und Autarkie auch eine verantwortungsvolle Lösung ist".


Solarstrom ist zur günstigsten und zugleich saubersten Art der Stromerzeugung geworden
Die Kosten für Photovoltaikanlagen sind in den letzten zehn Jahren um etwa 90 % gesunken. Dadurch ist Solarstrom allmählich zur günstigsten und saubersten Art der Stromerzeugung geworden.

Dies hat dazu geführt, dass sich die Wirtschaftlichkeit von vor Ort erzeugtem Solarstrom insgesamt verbessert hat. Während früher eine Amortisationszeit von etwa 10 Jahren für die Investition in eine Photovoltaikanlage kalkuliert wurde, haben sich die Amortisationszeiten bei den aktuellen Netzstrompreisen erheblich verkürzt.

"Der Business Case wird sich bei steigenden Netzstrompreisen verbessern. Das Preisniveau der Komponenten von PV-Anlagen ist zwar gestiegen, die Rentabilität der Investition hat sich aber dennoch verbessert. Bei unseren Kunden sind wir auf Beispiele gestoßen, bei denen sich die Amortisationszeit der Investitionen um mehrere Jahre verkürzt hat", versichert Kangasmäki.

Jetzt kann es sich lohnen, über den Eigenbedarf hinaus in Solarstrom zu investieren
Obwohl bei Solarstrom das Ziel darin besteht, die Investitionen auf der Grundlage des eigenen Stromverbrauchs zu optimieren, kann es bei den derzeitigen Strompreisen eine sehr vernünftige Lösung sein, Solarstrom über den eigenen Bedarf hinaus zu produzieren. Der erzeugte Überschuss wird zum sogenannten SPOT-Preis an das Stromnetz verkauft.

Und da dieser SPOT-Preis außergewöhnlich gestiegen ist, kann neuerdings vom Stromversorger eine ziemlich hohe Vergütung für den Verkauf des Überschusses erzielt werden.

Kangasmäki nickt und bestätigt diese Aussage: "Traditionell ist die Investition auf den Eigenverbrauch ausgerichtet. Nun aber, da die Preise für Netzstrom in die Höhe schießen, kann es die optimale Lösung sein, das Dach mit Solarpanelen zu versehen. Natürlich hängt es von den Zielen des Unternehmens ab: Will der Kunde seinen Gewinn maximieren, bestimmte Emissionsziele erreichen oder plant er etwas anderes."

Energieautarkie ist eine langfristige und nachhaltige Lösung
Fast 60 % der in Europa konsumierten Energie wird von Ländern außerhalb Europas importiert. Eine derart starke Abhängigkeit von Energieimporten schafft erhebliche Risikofaktoren, die nun durch den von Russland in der Ukraine geführten Krieg noch verstärkt werden. Zusätzlich zu den Auswirkungen auf die Umwelt haben die europäischen Länder in wenigen Monaten ein neues Ziel definiert: Man will sich aus der Abhängigkeit von Russland befreien und die Energieautarkie beschleunigen.

Es gibt keine schnellen Patentlösungen, um importierte Energie zu ersetzen. Langfristig besteht die einzige nachhaltige Lösung für den Ersatz von Energieimporten für die Elektrifizierung von Verkehr, Heizung und Industrie in einer radikalen Steigerung der Erzeugung erneuerbarer Energien. Die Vereinigten Staaten haben ihre Abhängigkeit von Energieimporten innerhalb eines Jahrzehnts überwunden. Europa sollte nun dasselbe tun, aber viel schneller und zugleich auf eine umweltschonende Weise. Solarstrom ist in vielerlei Hinsicht die ideale Antwort auf mehrere Herausforderungen.

Solnet hilft bei der Realisierung von Zielen und Vorteilen
Solnet arbeitet zielorientiert an der Reduzierung von Emissionen und der Erhöhung der Energieautarkie in Europa. Dieser Wandel wird beschleunigt, indem Unternehmen Kosteneinsparungen angeboten werden und der Wechsel zu erneuerbaren Energien so einfach wie möglich gemacht wird.

Kangasmäki nennt Beispiele: "Bislang haben wir mehr als 400 Solarkraftwerke an Großkunden wie IKEA, DHL und Lidl sowie an mehrere große Fondsmanager, Versicherungsgesellschaften, Logistikunternehmen und kleinere Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen geliefert. In Deutschland haben wir kürzlich ein Projekt abgeschlossen, bei dem wir ein 4 MWp-Solarkraftwerk auf dem Dach eines Firmengebäudes installiert haben. Europas Transformation Richtung Solarenergie und die Abkehr von fossilen Energiequellen ist also in vollem Gang."

 

Chris Limberger,
Manager Marketing & Business Development